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wissenschaftliche Arbeiten schreiben - inhaltliche Gestaltung/Layout |
Darstellung wissenschaftlicher Arbeiten
Inhaltliche Gestaltung und Layout
Das Abfassen von wissenschaftlichen Texten fällt vielen Studierenden – vor allem in den Anfängen – schwer. Zahlreiche Fragen müssen beantwortet werden, was gilt es alles zu beachten, wenn man eine Arbeit nach den erforderlichen Standards (Formvorschriften, Gliederung, Formulierung, Zitierregeln, Fußnotentechnik, äußere Gestaltung der Arbeit etc.) schreiben will/muss? Nicht nur inhaltliche Gesichtspunkte bestimmen die Note einer wissenschaftlichen Arbeit; auch formale Kriterien fließen in die Gesamtbeurteilung mit ein. So ist z. B. eine exzellente äußerliche Form zwar kein Garant, aber doch unabdingbare Voraussetzung für eine gute oder sehr gute Bewertung einer wissenschaftlichen Arbeit. Ihre Arbeit soll fachlich und inhaltlich überzeugen. Sie sollte außerdem einwandfrei und optisch ansprechend präsentiert werden. So wird von vornherein ein guter Gesamteindruck gewährleistet.
Lesbarkeit Ein wissenschaftlicher Text muss klar und verständlich, muss leicht und schnell lesbar sein. Denn wissenschaftliche Arbeiten werden vor allem selektiv gelesen, also grundsätzlich anders als Belletristik oder Krimis. Der geübte Leser wissenschaftlicher Texte – der Dozent oder Gutachter – versucht sich anhand bestimmter Merkmale einen Überblick zu verschaffen, welche Teile er unbedingt lesen muss und welche er vernachlässigen kann. Wichtiges Orientierungsmerkmal für selektives Lesen ist die Systematik der Arbeit, sind die Kapitelüberschriften, in denen sich die Systematik ausdrückt. Die Überschriften müssen sehr sachlich und präzise den wesentlichen Inhalt des nachfolgenden Textes ausdrücken; sie verdeutlichen damit dem Leser, welche Textteile er nicht lesen muss. Zwar muss der Dozent oder Gutachter, der Ihre Arbeit liest und beurteilt, detaillerter vorgehen, er kann Ihren Text nicht nur selektiv durchsehen. Er ist dennoch oder gerade deswegen für eine übersichtliche und klar gegliederte Arbeit dankbar, weil sie dann schneller und angenehmer zu lesen ist. So können Sie ihm seine Aufgabe erleichtern und schon einige Punkte gewinnen. Grundsätzlich dienen erst einmal eine feine und tiefe Gliederung und entsprechend viele Zwischenüberschriften der Orientierung des Lesers. Ein anderes wichtiges Orientierungsmittel für den Leser sind Zusammenfassungen, mit denen Sie jeweils die Hauptkapitel abschließen können. Am Ende der Arbeit soll auf jeden Fall eine Zusammenfassung eingeplant werden. Die Zusammenfassungen müssen den wesentlichen Inhalt der entsprechenden Kapitel wiedergeben; sie sollen dem Leser eine Entscheidungshilfe geben, ob er sich das Kapitel in seiner gesamten Länge bzw. die Arbeit insgesamt genauer ansehen muss. Weitere Orientierungsmittel sind Markierungen durch Spiegelstriche o. ä., Hervorhebungen durch Fett- oder Kursivschrift, Unterstreichungen, Einrückungen und vor allem: Absätze. Absätze sollen möglichst genau der gedanklichen Gliederung des Textes entsprechen, d. h. sie setzen einerseits Zäsuren, klammern andererseits aber auch logisch oder argumentativ verbundene Sätze.
Inhaltliche Darstellung Gute Lesbarkeit eines Textes hängt auch wesentlich von seiner sprachlichen Darstellung ab. Wissenschaftliche Texte werden in einem besonderen Sprachstil verfasst. Er muss sachlich-nüchtern, präzis, klar und einfach sein, frei von subjektiver Wertung oder Polemik. Die Ich-Form wird im Allgemeinen vermieden; die Person des Autors tritt hinter seiner Sache zurück. Manchmal ist es sinnvoll, oft notwendig, dass der Autor seine Meinung oder auch Kritik kundgibt. Diese müssen klar erkennbar von der Sachdarstellung getrennt werden (beispielsweise durch Zwischenkapitel oder eine Fußnote) und in jedem Fall explizit begründet werden. Meinungsäußerungen oder Kritik ohne Begründung ist ein schwerer Verstoß gegen die Regeln wissenschaftlicher Kommunikation. Wissenschaftliche Texte sollten eher einfach konstruiert sein, dabei aber nicht monoton und farblos. Vermeiden Sie Substantivierungen und umständliche Passivkonstruktionen; das wirkt hölzern und wenig anschaulich. Ein einfacher und gut lesbarer Text besteht aus möglichst kurzen und wenig verschachtelten Sätzen, aus relativ kurzen Wörtern und möglichst wenigen Fremdwörtern. Zwar wird und muss die Terminologie des jeweiligen Fachgebietes in wissenschaftlichen Arbeiten Verwendung finden; solche Termini technici müssen aber, wenn sie nicht zum geläufigen Vokabular des entsprechenden Fachgebietes gehören, bei ihrer Einführung erklärt werden. Die Textinhalte können durch grafische Darstellungen (Grafiken und Tabellen) ergänzt und dadurch anschaulicher vermittelt werden. Grafiken und Tabellen müssen dort platziert werden, wo ihre Aussage zur Verdeutlichung oder Detaillierung der sprachlichen Darstellung benötigt werden. Gegebenenfalls können weitere Grafiken und Tabellen in einem Anhang zusammengefasst werden, wenn diese wichtige im Text erwähnte Sachverhalte dokumentieren oder für das Verständnis des Textes notwendige Hintergrundinformation liefern. In den Anhang gehören auch empirische Primärerhebungen, die oft weit mehr interessante Daten und Fakten liefern als im Textteil verarbeitet werden können.
Gesamteindruck Ihrer Arbeit Für den Gesamteindruck Ihrer Arbeit ist es besonders wichtig, dass sie frei von Rechtschreib-, Interpunktions- und Grammatikfehlern oder auch Tippfehlern ist. Durch sorgfältiges Korrekturlesen und/oder ein professionelles Lektorat können etwaige Mängel – auch sprachliche bzw. stilistische oder schreibtechnische Unsauberkeiten – beseitigt werden. Planen Sie die dafür erforderliche Zeit vor dem Abgabetermin unbedingt mit ein. Für das Korrekturlesen oder ein Lektorat dürfen Sie getrost auch die Hilfe von anderen in Anspruch nehmen. Auch den ersten optischen Eindruck gilt es nicht zu unterschätzen: Ist er positiv, wird der Leser auch positiv an den Text herangehen. Achten Sie auf die einheitliche Darstellung aller Textabschnitte, auf einheitliche Formatierungen der Überschriften, Fußnoten, Abbildungs- und Tabellenbeschriftungen, Zitate, aller Verzeichnisse etc. Mit einem professionell gestalteten Layout präsentieren Sie Ihre Arbeit optisch und technisch einwandfrei.
Noch ein Wort zum Erkenntnisgewinn Wissenschaftliches Arbeiten soll einen Erkenntnisgewinn bringen. Vielleicht können Sie sich nur schwer vorstellen, wie Sie diesem Anspruch gerecht werden sollen, falls Sie noch „Anfänger“ auf dem Gebiet der Wissenschaft sind. Aber vielleicht tröstet es Sie, dass auch Nobelpreisträger einmal im ersten Semester angefangen haben. Sie müssen sich erst einmal fit machen für spätere wissenschaftliche Hochleistungen und vor allem für den beruflichen Umgang mit Informationen. Wenn dabei gleich schon etwas für den Fortschritt der Wissenschaft herauskommt – umso besser. Wissenschaftlicher Erkenntnisgewinn beginnt nicht erst bei der Entdeckung neuer Fakten, Gesetze, Theorien. Es ist zum Beispiel schon ein großer Gewinn,
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Grundsätzliche Infos sowie hilfreiche Tipps für das Planen einer Diplom-, Examens-, Fach- oder Hausarbeit finden Sie hier und Tipps für richtiges Verfassen sind hier zu finden. Viel Erfolg! |